DIE DECISIO®MAP IN DER PRAXIS

1) Zentralisierung einer dezentralen Struktur im Bereich Personaladministration   

Kunde:
Internationaler Konzern

Die Ausgangssituation:
Die bisher gelebte und propagierte dezentrale Struktur eines großen Konzerns soll zunächst im Teilbereich Personal-Administration zentralisiert werden, was zu großer Verunsicherung unter den betroffenen Mitarbeitern führt.

Der Auftrag:
In einem halbtägigen Workshop soll den Mitarbeitern im ersten Schritt eine „Klagemauer“ zur Verfügung gestellt werden, in einem zweiten Schritt sollen die Mitarbeiter dabei unterstützt werden, zu entdecken, was sie selbst konstruktiv in diesem Veränderungsprozess beitragen können.

Der Prozess mit Einsatz der Decisio®Map:
  • Mit Hilfe der Decisio-Map werden (je nach Teamzusammensetzung in Gruppen- bzw. Einzelarbeit) zunächst Fragen hinsichtlich der aktuellen Situation bearbeitet, z. B. zur geschäftlichen Notwendigkeit, zur eigenen (Nicht)Identifikation mit dem Veränderungsprozess.
  • Im weiteren Verlauf unterstützt die Decisio-Map dabei herauszufinden, was die Teilnehmenden benötigen, um den Veränderungsprozess mitgehen zu können.
  • Je nach Situation kann eine Sequenz „Blick aus der Zukunft“ anschließen, in der aus der Zukunftsbrille auf die Learnings des abgeschlossenen Prozesses geschaut wird.

Reflexion
  • Die Decisio-Map hilft, der momentanen Gefühlslage Ausdruck zu verleihen und Facetten auszubuddeln und zu benennen, die bislang unter der Oberfläche vergraben sind.
  • Die Decisio-Map „vereint“ und schafft Verständnis für die Sichtweise der Anderen. Die unterschiedlichen Sichtweisen erhalten so einen gleichberechtigten Platz.
  • Mit der Decisio-Map gelingt es ein Stück weit, ein emotionales Verständnis für den unumstößlichen Veränderungsprozess zu schaffen bzw. sich wenigstens dem „Weshalb“ zu stellen und nicht zu verdrängen bzw. sich zu verweigern.
  • Die Decisio-Map entlastet den Berater, da sie die Teilnehmenden zur eigenständigen Aktion einlädt.

Kunde:
Partnergesellschaft bestehend aus 6 Mediatoren

Die Ausgangssituation:
Seit ca. 2 Jahren haben sich 2 Mitglieder nicht mehr aktiv eingebracht, ein weiteres Mitglied droht durch die Geburt ihres Kindes abzuspringen. Unter den verbliebenen aktiven Mitgliedern macht sich zunehmend Unzufriedenheit breit.

Der Auftrag:
Moderation des ergebnisoffenen Entscheidungsprozesses „Wie soll es mit der Partnerschaftsgesellschaft weitergehen?“ und Erarbeiten einer für alle Mitglieder verbindlichen Vereinbarung.

Der Prozess mit Einsatz der Decisio®Map:
  • Zunächst platziert sich jeder Teilnehmer auf der Decisio-Map dort, wo er sich momentan am besten aufgehoben fühlt und erläutert kurz, weshalb er sich diesen Platz ausgesucht hat.
  • Im zweiten Schritt begeben sich die Teilnehmer in den Bereich „Feedback“ auf der Decisio-Map und beschreiben, wie es ihnen damit geht, wenn sie auf die vergangenen gemeinsamen Jahre zurückschauen.
  • Im „Quellgebiet“ der Decisio-Map wird nun erarbeitet, worum es aktuell ganz konkret geht, danach suchen alle Teilnehmer im „Land der Suche“ nach Lösungsoptionen.
  • Im folgenden Schritt werden die Optionen hinsichtlich ihrer Chancen und Gefahren bewertet und die Entscheidung getroffen.
  • Die einzelnen Punkte der Entscheidung werden schriftlich fixiert und von allen Teilnehmenden unterschrieben.

Reflexion:
  • Die Decisio-Map funktioniert weitgehend ohne langwierige Erläuterungen, eine aktive Moderation des Prozesses war nur im Hintergrund erforderlich.
  • Durch die Decisio-Map war es möglich, bisher nur unterschwellig vorhandene Gefühle zu artikulieren, ohne Andere dadurch zu verletzen und ohne das eigene Gesicht zu verlieren.
  • Die Decisio-Map bot die Chance, sich auf spielerische und explorative Weise einer belastenden Situation zu stellen und eine für alle Seiten annehmbare Entscheidung zu treffen.

Kunde:
Freiberuflicher Experte mit ausgeprägter Führungskompetenz

Die Ausgangssituation:
Der Klient (60 Jahre alt) war nach seiner leitenden Tätigkeit in einem großen Konzern ca. 10 Jahre lang als Freiberufler tätig. In den zurückliegenden ca. 5 Jahren nahm er nur noch vereinzelt zeitlich befristete Engagements an. Nun steht er vor der Entscheidung, ein sehr lukratives mehrjähriges Vollzeit-Engagement im Ausland anzunehmen.

Der Auftrag:
Der Klient fühlt sich von mehreren Seiten in dieser für ihn sehr komplexen Entscheidungssituation unter Druck gesetzt und benötigt daher neutrale externe Unterstützung.

Der Prozess mit Einsatz der Decisio®Map
  • Im ersten Schritt sucht sich der Klient „seinen“ Platz auf der Decisio-Map (wo stehe ich gerade?).
  • Im zweiten Schritt begibt sich der Klient ins „Feedback“ auf der Decisio-Map und blickt auf das zurück, was er in seinem bisherigen Berufsleben erreicht bzw. nicht erreicht hat und welche seine Lessons Learned sind.
  • Durch den Besuch des „Quellgebiets“ in der Decisio-Map gewinnt der Klient Klarheit darüber, dass er tatsächlich noch keine Entscheidung getroffen hat und sich somit die Suche nach Handlungsoptionen lohnt.
  • Die einzelnen Optionen werden anschließend einer detaillierten Risikobewertung (Chancen und Gefahren) unterzogen, die Entscheidung schließlich getroffen.

Reflexion
  • Mit Unterstützung der Decisio-Map konnten die festgefahrene Entscheidungssackgasse geöffnet und die wahren Interessen und Bedürfnisse des Klienten herausgearbeitet werden.
  • Gerade nach einer langen (oft vergeblichen) Zeit der eigenen Suche kann es sehr hilfreich sein, sich auf der Decisio-Map ins „Land der Suche“ zu begeben, um mehr als nur die Entweder-Oder-Option zu finden.